Resino unterstützt die Entwicklung von Monokunststoffverpackungen

Resino nimmt am Circular Monoplast Packaging-Projekt teil – ein Drei-Jahres-Projekt, das im Mai 2020 eingeleitet wurde.

Verschmutzung durch Kunststoffe ist zu einem immensen Umweltproblem geworden – sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene.

Viele Kunststoffmaterialien können nicht recycelt werden, da sie aus mehreren Kunststofftypen bestehen, die nur schwierig voneinander getrennt werden können. Beim Entsorgen werden diese Kunststoffmaterialien verbrannt und nicht recycelt.

Daher ist es erforderlich, Verpackungen zu entwickeln, die aus nur einem Kunststoff bestehen – weshalb sich Resino dem Circular Monoplast Packaging-Projekt angeschlossen hat.

Tomaten in Verpackung

Neue EU-Richtlinie zu Verpackungsabfällen

Firmen kommt es teuer zu stehen, wenn sie keine Lösung finden, die es ihnen möglich macht, Verpackungen zu recyceln. 2025 tritt eine neue EU-Richtlinie in Kraft, mit der neue Recyclingziele für Hersteller abgesteckt werden. So müssen Hersteller für den Kunststoff zahlen, den sie in ihren zu recycelnden Produkten verwenden.

Hier erfahren Sie mehr über die neue EU-Verpackungsrichtlinie.

Mehrschichtige Folie wird gegebenenfalls verschwendet

Etwa 50 % der häuslichen Kunststoffabfälle belaufen sich auf flexible Folie – zum Beispiel aus Lebensmittelverpackungen. Zur Hälfte besteht diese flexible Folie aus mehrschichtiger Folie, was bedeutet, dass sich die Folie aus gemischten Kunststoffmaterialien zusammensetzt.

Mehrschichtige Folie entsorgen

Wenn Sie beispielsweise Käse im Supermarkt erwerben, ist dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit in mehrschichtiger Folie verpackt.

Das macht es jedoch schwieriger, die Verpackung für neue Produkte zu recyceln, nachdem der Käse verbraucht wurde.

Wenn die Käseverpackung entsorgt wird, wird sie als Kunststoffabfall gesammelt und später in kleine Stücke geschnitten.

Vorteile von Monokunststoffverpackungen

Wenn die Verpackung aus nur einem Kunststoff besteht, gibt es besser Chancen, dass diese kleinen Stücke zu einem neuen Produkt werden können.

Käse in Verpackung

Circular Monoplast Packaging-Projekt

Ziel des Circular Monoplast Packaging-Projekts ist es, ein Monomaterial aus Polyester zu entwickeln, das zu Verpackungszwecken verwendet und recycelt werden kann.

Auf diese Weise muss weniger Verpackungsabfall verbrannt werden, was den Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bietet, wenn die EU-Richtlinie im Jahr 2025 in Kraft tritt.

Monokunststoffverpackungen aus einem Polyestermaterial

Heutzutage werden die Kunststoffmaterialien Polyethylen und Polypropylen oftmals auf Kunststoffverpackungen gedruckt.

Verwendet man jedoch mehrere Kunststoffprodukte, wird es schwieriger, die Verpackung zu recyceln, da diese ja aus gemischten Kunststoffmaterialien besteht.

Demnach konzentriert sich das Projekt darauf, eine Monokunststoffverpackung zu entwickeln, die lediglich aus Polyester besteht.

Über das Projekt

Resino Trykfarver A/S hat sich dem Projekt gemeinsam mit mehreren anderen Unternehmen angeschlossen, um bei der Entwicklung dieser Lösungen zu helfen. Der Dänische Innovationsfonds hat 11 Millionen DKK in dieses Projekt investiert. Bei Circular Monoplast Packaging handelt es sich um ein 3-Jahres-Projekt, das im Mai 2020 eingeleitet wurde.

Gurke in Verpackung

Resinos Rolle im Monokunststoffprojekt

Im Rahmen des Circular Monoplast Packaging-Projekts werden vier wichtige Technologien in enger Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsunternehmen entwickelt.

Resino leistet einen Beitrag, indem das Unternehmen eine Mono-PET-Folie entwickelt, die in herkömmlichen Verpackungslinien aufgeschweißt werden kann.

Heißsiegellack

Bei den meisten Verpackungsunternehmen liegen die Heißsiegeltemperaturen unter 190°C. Daher ist es eine Herausforderung, dass das Material für die Mono-PET-Folie einen hohen Schmelzpunkt aufweist: über 200°C.

Somit muss Heißsiegellack aufgetragen werden, der den PET-Kreislauf nicht verunreinigt. Und genau dieser Aufgabe hat sich Resino gewidmet.

Heißsiegelfähige Partikel in Lacken

Resino hat einen Heißsiegellack entwickelt, der heißsiegelfähige Partikel enthält. Die Idee besteht darin, dass sich der Heißsiegellack mit den Polyesterpartikeln verbindet, die in diesem feinverteilt werden.

Wenn der Heißsiegellack zusammen mit den Partikeln erhitzt wird, bietet er eine gute Hitzesiegelfestigkeit.

Heißsiegellack in der Druckindustrie

Diese Lösung soll von Druckunternehmen eingesetzt werden, die Heißsiegellack auf Mono-PET-Film aufdrucken.

Eine dünne Schicht dieses Heißsiegellacks wird genau da aufgetragen, wo der Film heißgesiegelt wird. So ist gewährleistet, dass die Folie nach ihrem Lebensende recycelt werden kann.

Kunststoffflaschen